Infostand in Wunstorf

Erneut haben wir heute unseren Infostand in der Region Hannover aufgebaut.

Unser Stand vor dem Angriff

Diesesmal stand die Stadt Wunstorf auf unserem Plan, um dort die Bürger über unsere Protestbewegung zu informieren. Aufgrund des superschönen Wetters und einem Flohmarkt auf dem Marktplatz vor der Stadtkirche, flanierten viele Menschen auch an unserem Stand vorbei, mit denen wir ins Gespräch kamen. Es fand ein reger Meinungsaustausch statt. Interessant war ein Gespräch mit türkischen Patrioten, die derselben Meinung sind wie wir. An dieser Stelle einen patriotischen Gruß an Euch, wir sehen uns am 22. Mai auf dem Georgsplatz.

Unser Stand direkt nach dem Angriff

Eine lustige Situation entstand direkt nach dem Aufbau unseres Standes: Ein Herr, der sich uns als „der Ratsherr“ vorstellte, wollte uns vom Platz vertreiben mit der Bergündung, daß wir falsch stünden. Als wir ihm unmissverständlich zu verstehen gegeben haben, daß wir wie beantragt stehen würden, zog er von dannen. Keine 10 Minuten später fuhr ein Streifenwagen vor; die Beamten stellten fest, daß wir völlig korrekt unseren Stand aufgebaut haben und wünschten uns ein gutes Gelingen.

Die Polizei war schnell vor Ort und fahndete nach der Demokratiefeindin

Ein wenig Aufregung gab es kurze Zeit später, als eine anscheinend geistig Verwirrte unseren Stand angegriffen hatte. Sie schrie etwas von „Nazis“ und „Faschisten“ und schmiss unseren Tisch um, auf dem unser Informationsmaterial lag. Bei dem Versuch, diese verwirrte Person von unserem Stand abzuschirmen, wurde ein Orgamitglied von dieser getreten und leicht verletzt. Als sie die umstehnden Passanten zur Hilfe aufrief und forderte „diese Nazis doch totzuschlagen“, vertrieben sie sie stattdessen. Hier auch noch einmal ein herzliches Dankeschön an die Wunstorfer Bürger für ihr beherztes Eingreifen und die uns entgegengebrachte Solidarität. Die kurze Zeit später eintreffenden Polizeibeamten nahmen eine Strafanzeige auf und schützten von diesem Zeitpunkt an uns und unseren Stand vor eventuellen weiteren Demokratiefeinden.

Auch dieser Infostand war wieder sehr erfolgreich und wir danken allen Interessierten für die netten Gespräche.

Sich noch räkelnder 21. Mai 2016 (von Michael Klonovsky)

 

Auf der Facebookseite von Michael Klonovsky entdeckten wir folgenden, interessanten Text:

„Guten Morgen Herr Klonovsky,
zu Ihrem aktuellen Eintrag (Anschläge, Antifa) darf ich Ihnen folgende Begebenheit schildern:

1995 habe ich noch in Hannover gelebt; eines morgens lese ich in der HAZ die Kurzmeldung, daß einem Buchhändler auf dem ‚Engelbosteler Damm‘ in der Nordstadt das Auto abgefackelt wurde; eine telef. Anfrage meinerseits bei der Polizei, wer das wäre, wird mit dem müden Hinweis ‚Datenschutz, keine Auskunft‘ abgeschmettert. Habe mich ins Auto gesetzt und bin die Straße abgefahren und wurde bald fündig: ein kleiner Buchladen, von oben bis unten mit den üblichen, gehässigen Parolen beschmiert, nicht wirklich eine Aufgabe für Sherlock Holmes. Ich habe mich dem Manne vorgestellt (er hatte es gewagt, trotz anonymer ‚Abmahnung‘ ungehörige Autoren anzubieten), mein Bedauern und Mitgefühl zum Ausdruck gebracht und fürderhin alle meine Bücher bei ihm bestellt. Er erzählte mir, daß er zwischen zwei linken Nestern eingekeilt sei, dem sogenannten ‚Sprengelgelände‘ in der Schaufelder Straße (westlich) und dem sogeannten UJZ (‚unabhängiges Jugendzentrum‘) in der Kornstraße (östlich).
Wenn ich meine Bücher bei ihm abholte, überreichte er mir jedes Mal ein Exemplar einer Untergrundzeitung, leider habe ich den Namen vergessen, aber irgendsoetwas in der Art wie ‚antifaschistische Nachrichten‘ wird es gewesen sein. Darin tobte sich eine ‚Kati‘ über die Großtat gegenüber dem Buchhändler aus und bejubelte, daß man dem Mann nun endlich gezeigt hätte, wo seine Grenzen wären, usw. Zu meinem weiteren Erstaunen konnte ich dieser Postille Bastelanleitungen für Wurfanker auf Bundesbahnoberleitungen entnehmen oder mich an Berichten erfreuen, in denen das Abfackeln von Personenwagen auf dem Gelände von Daimler-Benz in Hannover berichtet wurde, ich dachte, ich lese nicht recht. Diese Zeitung holte sich mein Buchhändler im UJZ in der benachbarten Kornstraße.
In einer der darauffolgenden Ausgaben war eine Postkarte von ihm abgedruckt, in welcher er, aus Angst um Leib und Leben, der ominösen Kati in der Schaufelder Straße versprach, nie wieder die unerwünschten Bücher in seinem Laden zu verkaufen und darum bat, doch nun fürderhin in Frieden gelassen zu werden. Der Abdruck der Karte wurde mit höhnischen Kommentaren begleitet, deren Gehässigkeit einen schaudern ließ.
Ich schickte diese Zeitung an die zuständige Staatsanwaltschaft in Hannover, mit der Bemerkung, daß es doch ein Leichtes sein müsse, die Täter zu finden – wo man eine Postkarte hinschickt, die dann auch mit einschlägigen Kommentaren versehen abgedruckt wird, dorthin müßten doch auch Polizei und Staatsanwaltschaft ihren Weg finden.
Nach geschlagenen acht Wochen bekam ich ein eiskaltes, herablassendes Antwortschreiben der Staatsanwaltschaft mit dem Inhalt, daß man dort überhaupt keine wie die von mir geschilderten Zusammenhänge entdecken könne und mich höflich bäte, doch von weiteren Anfragen Abstand zu nehmen !
Ich kann mich an keinen einzigen Fall erinnern, daß jemals einer dieser Schläger, Fackler, Denunzianten, wie auch immer, vor einem deutschen Gericht angeklagt oder gar verurteilt worden wäre. Diese Bande hat die Deckung der obersten Heeresleitung und eigentlich müßte man sie als Schattenarmee bezeichnen, wie die Armee der Toten bei Tolkien, die sich jederzeit aktivieren und von der Leine jagen läßt.“